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Was leistet ein professionelles Stimmtraining für Sie?

Vertriebsmitarbeiter und vor allem Führungspersonal arbeiten regelmäßig mit der Stimme. So setzen Sie diese effektiv und erfolgreich ein!

Der Klang macht die Musik

Wir machen uns meistens keine Gedanken, wie unsere Stimme klingt. Dabei ist es äußerst hilfreich, sich dieses uns sehr eigene Instrument bewusst zu machen.

Unsere Stimme bildet den Träger für die verbale Kommunikation nach außen. Mit ihr transportieren wir Informationen auf das Selbstverständlichste. Aber sie leistet weit mehr als nur diesen mechanischen Aspekt: Denn unsere Stimme trägt die Botschaft, die wir senden. Deshalb hat sie auch einen großen Einfluss darauf, wie das, was wir sagen, beim Empfänger der Nachricht ankommt. Es ist wichtig, sich zu vergegenwärtigen, wie die Wirkung und die Möglichkeiten unserer Stimme auf Andere Einfluss nehmen.

Um mehr Bewusstsein für unsere Stimme zu schaffen, stellen wir heute ein paar Grundlagen zusammen. Durch einfache Übungen verbessern Sie Ihren Stimmeinsatz und machen den ersten Schritt hin zu einer überzeugenden Sprache.

Warum hilft uns ein professionelles Stimmtraining?

Ihre Stimme ist ein unverzichtbarer Teil jeder verbalen Kommunikation. Deshalb hilft Ihnen ein bewusster Stimmeinsatz in nahezu allen Situationen des Alltags. Ob beruflich oder privat, mit dem richtigen Ton kommen Ihre Worte beim Zuhörer an.

Tipps für eine bessere Stimme und eine gute Aussprache

Mithilfe der folgenden Tipps können Sie die Wirkung Ihrer Stimme selbst deutlich verbessern. Es geht vor allem darum, Ihrem Stimmorgan Raum zu geben, damit es optimal wirken kann.

1. Die richtige Körperhaltung

Wer gut steht, spricht besser! Gut stehen heißt: den Körper optimal einrichten. Jede Verkrampfung der Gesichts- und Halsmuskulatur, aber auch des Rumpfes und der Gliedmaßen wirkt sich ungünstig auf den Sprechablauf und die damit verbundene Stimmgebung aus. Aber auch Unterspannung führt zu artikulatorischen und stimmlichen Fehlleistungen. Sie sollten daher einen ausgewogenen Spannungszustand des Körpers anstreben. Stehen Sie frei und aufrecht, aber nicht verkrampft.

2. Richtiges Atmen

Richtiges Atmen ist die Grundlage für eine klangvolle Stimme und Voraussetzung für Stressabbau. Hektisches, „flaches“ Atmen führt zu einer gepressten Stimme, Atemnot und wachsender Nervosität. Gerade in Stresssituationen wird dem Gehirn Sauerstoff entzogen – die Denkfähigkeit lässt nach. Ein häufiger Fehler ist die sogenannte Hochatmung. Das heißt, Sie holen Luft durch den Mund und ziehen dabei den Bauch ein. Folge davon ist Atemnot und eine trockener Mund.

Besser ist die sogenannte „Tiefvollatmung“ oder Zwerchfellatmung. So nutzen Sie Ihre ganze Lungenkapazität aus. Atmen Sie durch die Nase ein und versuchen Sie, die Bauchdecke dabei nach unten zu drücken. Der Bauch wölbt sich dabei leicht vor. Beim Sprechen ziehen Sie den Bauch wieder ein.

3. Treffen Sie Ihren Stimmklang

Sprechen Sie in Ihrer natürlichen Stimmlage (Indifferenzlage)! Ihre Stimme kann so einen vollen Klang und eine weite Tragfähigkeit erlangen. So ermüdet ihre Stimme am wenigsten. Versuchen Sie deshalb nicht, Ihrer Stimme durch eine künstliche Tonlage mehr Gewicht zu verleihen. Geben Sie Ihrer eigenen Stimme den richtigen Ausdruck.

4. Klare Artikulation

Wenn Sie sich in einer Redesituation befinden, reicht es nicht, „normal“ zu artikulieren. Mikrofon, Akustik und mögliche Unruhe im Saal oder im Besprechungsraum erfordern eine überdeutliche Aussprache. Grundsätzlich gilt das Folgende natürlich auch am Telefon.

  • Sprechen Sie „vorne“ an den Zähnen und Lippen. Benutzen Sie ihren Mund! Ihr Hals wird dadurch zugleich entlastet und die Deutlichkeit wird verbessert.
  • Betonen Sie Endkonsonanten und Endsilben! Die Atmung wird verbessert, der Schallschluckeffekt überwunden. Das ist wichtig in großen Räumen und bei Mikrofonen!
  • Sprechen Sie wichtige Wörter langsamer als gewohnt! Besonders Namen, Daten, Zahlen, Fremd- und Fachwörter. Versprecher werden so vermieden, die wichtigen Informationen erreichen Ihr Publikum zudem viel besser.

5. Achten Sie auf Ihre Stimmführung

Durch eine gelungene Modulation machen wir es dem Zuhörer bequemer, uns zu folgen. Damit wird unser Text nicht nur inhaltlich gegliedert und strukturiert, sondern von unserer Stimmführung unterstützt. Die Zuhörer hören so nicht nur unsere Wörter, sondern erfahren auch gleich, wie die Botschaft gemeint ist. So können wir die Gefühle des Zuhörers direkter ansprechen.

Eine monotone Rede wirkt für den Zuhörer sehr ermüdend! Niemand kann und will einer mechanischen Stimme über einen langen Zeitraum zuhören. Mit der richtigen Betonung der entscheidenden Passagen und einer strukturierenden Modulation ihres Vortrages werden Sie ein besserer Redner.

Geben Sie deshalb dem, was sie zu sagen haben, die richtige Melodie!

 

Dagmar Jesussek_BST3308Dagmar Jesussek ist professionelle Rhetoriktrainerin und Schauspielerin. Dieser Beitrag erschien auf Ihrer Website rheacting.de

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